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Feminismus

Wir sind ein feministischer Richtungsverband. Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität und der sexuellen Orientierung haben bei uns keinen Platz!

Wir leben in patriachalen Strukturen, die klassische Geschlechterrollen vorsieht. Der Kampf für Gleichberechtigung ist in unserer Gesellschaft noch lange nicht vorbei. Frauen verdienen noch immer weniger als Männer, sie leisten den Großteil der Care-Arbeit und sind regelmäßig mit Sexismus konfrontiert. Diese Zustände sind unerträglich und unsere Forderungen dazu können nie einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Feminismus und Gleichberechtigung müssen in allen Facetten unseres politischen und gesellschaftlichen Handelns mitgedacht werden, um auf eine gerechtere Welt hinzuarbeiten. Dafür müssen wir uns auch gemeinsam darauf konzentrieren ein breites Bewusstsein und eine Mitwirkung in der Gesellschaft zu ermöglichen.

Intersektionalität

Dieser Begriff ist wichtig, weil er die Schnittmenge (engl.: intersection) und das Zusammenspiel verschiedener sozialer Ungleichheiten beachtet und so Lebensrealitäten ganzheitlich(er) abbildet.

Bei der Intersektionalität geht es also um die Verzahnung verschiedener sozialer Konstrukte, wie zum Beispiel Geschlecht, Rassifizierung, Klassenzugehörigkeit, sexueller Orientierung, Behinderung oder Religion. Damit verbunden ist immer eine kritische Reflexion von Machtverhältnissen. Unterdrückung und/oder Benachteiligung werden nicht einfach aneinandergereiht, sondern in ihren Zusammenhängen und Wechselwirkungen betrachtet.

Ein Beispiel: Women of Color (WoC) erleben andere Diskriminierungsformen als weiße Frauen oder Schwarze Männer. 1979 klagte Emma DeGraffenreid gemeinsam mit anderen Schwarzen Frauen General Motors wegen Diskriminierung an, da dort keine WoC eingestellt wurden. General Motors konnte jedoch belegen, dass sie sowohl Schwarze Männer als auch weiße Frauen einstellten und somit nicht rassistisch oder sexistisch diskriminieren. Mit dieser Argumentation gewann der Automobilkonzern die Klage. Die Frustration über die Lücken des Rechts brachte Crenshaw dazu, den Begriff Intersektionalität 1989 ins Leben zu rufen (NRWJusos).

Aber warum ist Intersektionalität wichtig?

Unser sozialistischer Feminismus setzt sich zum Ziel, alle Formen der Diskriminierung abzuschaffen und ein breites Bewusstsein dafür zu schaffen. Die intersektionale Sichtweise verdeutlicht, dass Diskriminierungserfahrungen nicht auf einzelne Merkmale reduziert werden können, sondern bestimme soziale Indikatoren eine Schnittmenge darstellen. Sie beeinflussen dadurch die Lebensrealitäten von Frauen. Wir müssen in unserem feministischen Kampf daher die Verflochtenheit der Diskriminierungsformen anerkennen und berücksichtigen.

Nur so können wir für eine Welt der Freien und Gleichen für ALLE kämpfen.

Und was können wie im Alltag tun? – Ein kleines How to: Patriarchat stürzen

Spoiler Alert: Das Patriarchat wird sich nicht von selbst stürzen

Wir zeigen Solidarität mit Betroffenen von jeglicher Form der Diskriminierung. Wir alle sind gefragt, den Kampf gegen Unterdrückung gemeinsam zu führen. Wir alle reproduzieren die Geschlechterordnung in unserem alltäglichen Denken und Handeln. Neben unserem politischen Kampf ist es daher unsere Pflicht, unsere Handlungen bewusst zu werden, diese wahrzunehmen und sie hinterfragen und zu ändern. Im Alltag bedeutet das für uns:

  • Stereotypische Aussagen zu widersprechen
  • unbezahlte Care-Arbeit gerecht aufteilen
  • Unser Bild von Sexualität zu hinterfragen und neu auszurichten
    • Thema Konsens „Ja heißt Ja“
  • Auseinandersetzung mit eigenen Geschlechterrollen
    • Gegenseitiges Empowerment
    • Wer nimmt wie viel Raum ein?
    • Kritische Auseinandersetzungen mit der eigenen Männlichkeit
  • Frauen und Queere Menschen im Alltag supporten und zu unterstützen
  • Aktive Wahrnehmung und zuhören
  • Aktivie Auseinandersetzung mit Sexismus und Diskriminierung
  • Ständige Selbstreflexion des eigenen Denken und Handeln

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